Eine Resolution ohne Zustimmung?
Der erste Tag der Konferenz endete im Menschenrechtsrat nach langen Diskussionen mit der mehrheitlichen Zustimmung zum Resolutionsentwurf, der von der Delegation Mali eingereicht wurde.
Dennoch fand der Entwurf kaum Zustimmung bei den Vertretern der zivilen Bevölkerung. Der zweite Konferenztag begann mit einer Gastrede der nicht-staatlichen Organisation Human Rights Watch. Die Vertreterin bedauerte die Zustimmung zum Resolutionsentwurf des Mali, da der Gegenentwurf des Libanon besonders die Menschen in Syrien mehr miteinbezogen hätte. An die Delegationen wurde appelliert das Thema der Ratsversammlung "Menschenrechtslage" und somit die zivile Bevölkerung in Syrien nicht aus den Augen zu verlieren.
Auch der zweite Gastredner Mazen Darish, Präsident des syrischen Zentrums für Medien- und Meinungsfreiheit, zeigte sich entsetzt über den beschlossenen Resolutionsentwurf. Der Experte zur Lage in Syrien forderte, Kriegsverbrecher zur Rechenschaft zu ziehen und wirtschaftliche Sanktionen nicht vollständig zu heben, wie es die Resolution vorsagt. Gleichzeitig solle der wirtschaftliche Aufbau nicht verhindert werden und Terrorismus weiter bekämpft werden. Allerdings solle dies langsam und systematisch angegangen werden. Als Abschluss dankte der Redner den anwesenden Delegationen für deren Unterstützung für ein neues Syrien.
Des Weiteren werden im Laufe der heutigen Sitzungen Änderungsanträge zu der umstrittenen Resolution erwartet.