Mit Commoning aus der Klimakatastrophe - „Kommunismus für Idioten“?
Der Geschäftsführer der Institution „teilbar e.V.“, Tomislav Knaffl, stellte am Donnerstagabend das Prinzip des Commonings vor. Er kritisierte die Herrschaft, wie sie in der aktuellen Welt existiert, sowie die fremdbestimmte Planung durch eine Regierung. Seine größte Kritik gilt jedoch dem Konzept des Privateigentums und die damit in Verbindung stehenden Probleme dieser Welt. Sein Vision ist eine Gesellschaft ohne Privateigentum und mit einer „kooperativen gesellschaftlichen Steuerung und Planung“. Er stellte verschiedene Konzepte vor, wie der Weg, diese Vision zu realisieren, gestaltet werden kann. Wichtig ist ihm, dass dieser Weg ein „transformatorischer Ansatz“ statt eine radikaler Umbruch ist. Er stellt einige bereits existierende Commons vor, diese definiert er als bezogene Ressourcen aus selbstorganisierten Prozessen.
Nach seinem Vortrag stellte er den Teilnehmenden die Frage, wie gemeinschaffende Institutionen den Weg zum Commoning unterstützen können. Die Fragen die unter den Teilnehmenden aufkamen, wurden jedoch nur kurz oder sehr ungenau beantwortet und oft in die Gruppe der Teilnehmenden zurückgegeben. Der Vortrag regte die Teilnehmenden zum nachdenken und diskutieren an, stieß jedoch auf Unverständnis und Kritik und wurde unter anderem als „Kommunismus für Idioten“ bezeichnet.