UV zeigt plötzlich Bewegung - ausgelöst durch Greenpeace-Rede oder besonders motivierendes Mittagessen?

In der Umweltversammlung wurde am Freitagvormittag das Thema „Schutz des Waldökosystems“ debattiert. Dabei konnte man aus mehreren Kurzbeiträgen, wie etwa dem der Delegation Malis, heraushören, dass hauptsächlich „der Westen“ für die Probleme des Waldökosystems verantwortlich gemacht wird. Darüber scheinen sich die meisten Delegierten des Gremiums einig zu sein. „Der Westen“ äußert sich kaum dazu. Weiterhin werden von verschiedenen Staaten, wie Bangladesch, finanzielle Mittel für Betroffene von den Verursachern gefordert.

Auch Greenpeace äußert sich nach der Mittagspause mit einem Redebeitrag: Dabei sprechen sich die Vertreter der nichtstaatlichen Akteure für eine deutliche Änderung des Vorgehens im Umgang mit den Nachhaltigkeitszielen aus. Greenpeace fordert, dass die Staaten Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und aktiv den Schutz der Waldökosysteme fördern. Die Vertreter der nichtstaatlichen Akteure teilen mit, dass ohne deutliche Fortschritte die Menschheit die Auswirkungen zu spüren bekommen wird. Mit der klaren Botschaft „Wenn Milliarden für Krieg, Zerstörung und kurzfristige Machtinteressen verfügbar sind, darf niemand behaupten, es fehle an Mitteln für den Schutz von Wäldern, Klima und Biodiversität. Ressourcen sind da – entscheidend ist, wofür wir uns als Gesellschaft entscheiden“ beendet Greenpeace seinen Redebeitrag.

Die Delegationen Spaniens, Afrikas und Staaten aus Lateinamerika planen eine Kooperation, welche sich von den Plänen der Delegationen der USA, Chinas und Russlands deutlich abgrenzt. Diese sprachen sich bereits zuvor gegen finanzielle Mittel für andere Staaten aus.

Auffällig ist außerdem, dass hauptsächlich die Delegation Sambias informelle Sitzungen beantragt, welche nicht gerade von kurzer Dauer sind. Nach mehreren Stunden der Konferenz scheinen die Delegationen der Umweltversammlung endlich in Schwung zu kommen, was man vor der Mittagspause noch nicht behaupten konnte. Das Mittagessen hat den Delegationen also anscheinend nicht nur die benötigte Energie für lange Debatten gegeben, sondern auch neue Motivation, die Themen zielführend zu diskutieren.